EARLY PRO-TECT Alport

Informationen zum Alport Syndrom

Optimaler früher Therapiebeginn zur Verzögerung der Niereninsuffizienz und Medikamentensicherheit bei Kindern mit der erblichen Nierenerkrankung Alport Syndrom: ACE-Hemmer Ramipril versus Placebo

Studienzentren sind Bonn, Essen, Erlangen, Frankfurt, Göttingen, Hannover, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Memmingen, München, Münster, Rostock und Paris. Die Zahlen geben die Anzahl der Mitgliederfamilien der Alport Selbsthilfegruppe an (Stand 2012).

Abb.1 Flow Chart der Studie

Beteiligte Studienzentren

Studienziele

Das primäre Ziel dieser Studie ist es daher, prospektiv und Placebo-kontrolliert Nutzen und Risiko eines frühen Therapiebeginns bei noch oligosymptomatischen Kindern gegen die Medikamentensicherheit abzuwägen. Hierzu werden bei einer zweijährigen Rekrutierungsphase über drei Jahre alle in Deutschland neu diagnostizierten Alport Patienten zusammen mit bereits therapierten Patienten in frühen Krankheitsstadien prospektiv untersucht. Bei 120 einzuschließenden Patienten sind die primären Endpunkte „Progress der Nierenerkrankung“ und „Sicherheit“.

Neu diagnostizierte Patienten werden doppel-blind Ramipril gegen Placebo 1:1 randomisiert. Wenn die Nierenerkrankung bei Patienten in der Placebo-Gruppe fortschreitet, ist der primäre Endpunkt „Progress“ erreicht und die Patienten werden auf Verum umgesetzt.

Grundlage der Studienplanung sind retrospektive Registerdaten: Abhängig vom Ausmaß der Nierenschädigung bei Therapiebeginn verzögern ACE-Hemmer die Nierenerkrankung signifikant (Abb. 2a). Die Therapie verbessert zudem die Lebenserwartung der Patienten (Abb. 2b). Unklar bleibt, ob ein noch früherer Therapiebeginn noch besser ist (Fragezeichen). Die Schätzungen im Endpunkt Progress beruhen auf prospektiven Daten an unbehandelten amerikanischen Patienten (ClinicalTrials.gov NCT00622544) und unseren Registerdaten.

Rationale der Studie und Grundlagen zur statistischen Kalkulation

Abb. 2    Rationale der Studie und Grundlagen [Gross et al., Kidney Int 81: 494-501, 2012]

2a:    Endpunkt Dialyse: Der Therapiebeginn ab eingeschränkter Kreatinin-Clearence (gelb) und noch mehr ab Proteinurie >0,3g/Tag (grün) verzögert den Dialysebeginn im Median um 3 (gelb) bzw. 18 Jahre (grün). Unklar bleibt, ob ein noch früherer Therapiebeginn zusätzlichen Nutzen bringt (blaue Kurve und Fragezeichen).

2b:    Patienten mit Alport Syndrom haben durch ihre schwere Nierenerkrankung eine reduzierte Lebenserwartung (Median 55 Jahre, rote Kurve). Die ACE-Hemmer Therapie verbessert die Lebenserwartung signifikant. 

Sponsor: Universitätsmedizin Göttingen, Förderer BMBF,

                unterstützt von Sanofi-Aventis GmbH Deutschland

Monitoring über das IFS Göttingen, Med. Statistik Prof. T. Friede, Göttingen

Leiter der Klinischen Prüfung Prof. O. Gross, Göttingen

verantwortliche Ethikkommission Universitätsmedizin Göttingen

Safety Board: Prof. M. Weber, Köln; Prof. C. Licht, Toronto, Kanada,                                Prof. R. Hilgers, Göttingen;

GPN-gestützte Studie (Ges. für Pädiatrische Nephrologie www.gpn-online.de);

unterstützt durch die Alport Selbsthilfegruppe (www.alport-selbsthilfe.de)  

Noch Fragen? Wenden Sie sich an unsere Studienzentrale Göttingen

Allgemeine Informationen zur Studie

Leiter der Studie Prof. Dr. O. Gross (gross.oliver@med.uni-goettingen.de)

Prüfärztin Dr. Jenny Frese (jenny.kruegel@med.uni-goettingen.de)

Prüfarzt Joseph Sonntag (joseph.sonntag@med.uni-goettingen.de)

Studienschwester Frauke Weber (frauke.weber@med.uni-goettingen.de)

Telefon +49-551-39-6910 oder 6331

Fax       +49-551-39-6911

Email    studie@alport.de

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last update 4/2014